Auch wenn es heute kaum vorstellbar ist, war der Autokonzern VW Ende der 60er Jahre beinahe vom Bankrott bedroht. Schuld war vor allem, dass ein unmodisches Heckmotor-Modell nach dem anderen entwickelt wurde, anstatt wie andere Hersteller neue Impulse zu wagen. Dass wir VW heute aber als eine der erfolgreichsten deutschen Automarken kennen, hat der Konzern vor allem dem Passat zu verdanken.
Doch die ersten Modelle, die eigentlich nichts als ein Audi 80 waren, waren alles andere als so flexibel oder variabel, wie wir den Passat von heute kennen. Es waren typische Mittelklasse-Autos, die solide und zuverlässig funktionierten. Nicht mehr und nicht weniger. Vor allem die Modelle mit 55 PS und 1,3 Liter Benziner und die Dieselmodelle mit 50 PS und 1,5 Liter und 54 PS und 1,6 Litern gaben schnell ihren Geist auf, obwohl sie im Unterhalt umso günstiger sind. Allgemein gelten die Passats, die bis 1981 gebaut wurden, als sehr anfällig. Kaum findet man heute noch ein Modell mit einem so frühen Baujahr, das nicht vom Rost angenagt wurde. Dafür gibt es den Kombi aber auch bereits ab 600 Euro, für besser erhaltene Modelle muss man noch knapp 2.000 Euro zahlen.
Sollten Sie sich einen alten VW Passat holen wollen, achten Sie unbedingt auf folgende Schwachstellen: Den Auspuff, Rost am Schweller und unterhalb der Frontscheibe in der Nähe des Motorraums, sowie auf verschlissene Antriebswellen. Die Passats, die nach 1981 gebaut wurden, sind deutlich stabiler. Sie erkennt man an der Serienbezeichnung 32 B. Allerdings ist auch hier Rost unterhalb der Frontscheibe und an der Heckklappe ein häufig anzutreffendes Problem. Und wer weiß, ob der Passat nicht in ein paar Jahren als Youngtimer gilt! Vor allem die Schrägheckversion oder das Modell Santana haben dabei gute Aussichten.




